Vorgehen im Schadenfall

Schadenmeldung

Schäden sind der Gebäudeversicherung Thurgau unverzüglich nach deren Feststellung und vor der Instandstellung schriftlich, telefonisch oder elektronisch (www.gvtg.ch) zu melden. Feuerschäden sind zusätzlich und umgehend dem nächsten Polizeiposten zu melden. Zur Ermittlung der Schadenursache und allfälliger Verantwortlichkeiten wird eine amtliche Untersuchung durchgeführt.

Notwendige Angaben

  • Versicherungsnummer des beschädigten Gebäudes
  • genaues Schadendatum
  • Schadenursache
  • Name und Telefon einer Kontaktperson
  • ungefährer Schadenbetrag

Schadenminderungspflicht

Der Eigentümer ist verpflichtet, Massnahmen zur Scha­dens­be­gren­zung zu treffen wie: Notabdeckungen, Dach­ab­dich­tun­gen, Entfernen von Wasser oder Anbringen von Absperrungen. Von solchen Sicherungsmassnahmen abgesehen, dürfen an den beschädigten Bauteilen ohne Zustimmung der Gebäudeversicherung Thurgau keinerlei Veränderungen vorgenommen werden.

Schadenabwicklung

Der Schaden wird von einem Experten der Gebäudeversicherung Thurgau geschätzt. Die Schadensumme wird dem Versicherungsnehmer schriftlich eröffnet. Nach der Kostengutsprache können die Instandstellungsarbeiten vom Versicherungsnehmer in Auftrag gegeben werden. Rechnungen sind vom Versicherungsnehmer zu bezahlen und anschliessend gesamthaft der Gebäudeversicherung Thurgau im Original zur Rückerstattung einzureichen. Die Entschädigung wird dem Konto des Versicherten gutgeschrieben. Im Bedarfsfall können auch Teilzahlungen geleistet werden.

Ablehnungs- oder Kürzungsgründe

Die Gebäudeversicherung Thurgau ist zur Ablehnung oder Kürzung einer Entschädigung berechtigt, wenn

  • Entschädigungsansprüche nicht innert eines Jahres nach dem Schadenereignis angemeldet werden.
  • am beschädigten Objekt wesentliche Veränderungen vorgenommen wurden, die eine Schadenschätzung beeinträchtigen oder verunmöglichen.
  • die Meldung erst nach Behebung des Schadens erfolgt.
  • ein Verschulden oder eine Absicht des Geschädigten vorliegt.

Selbstbehalt

Bei Elementarschäden beträgt der gesetzliche Selbstbehalt zehn Prozent der Schadensumme, mindestens aber 200 Franken und höchstens 2’000 Franken pro Gebäude und Ereignis. Für Feuerschäden besteht kein Selbstbehalt.